1. Erfahrungsbericht zu den Branchentarifzuschlägen - die seit November 2012 in der Zeitarbeit gelten
1. Erfahrungsbericht zu den Branchentarifzuschlägen – die seit November 2012 in der Zeitarbeit gelten

  • Metall- und Elektroindustrie
  • Chemische Industrie
  • Kautschukindustrie
  • Kunststoff verarbeitende Industrie
  • Schienenverkehrsbereich
  • Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie
  • Textil- und Bekleidungsindustrie
  • Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitende Industrie
  • Druckindustrie

Die Zeitarbeiter, die bei einem Kundenbetrieb, in einer der oben genannten Branchen, arbeiten, bekommen prozentual zusätzlich einen Wert auf ihren Lohn berechnet. In der Metall- und Elektroindustrie sind es z. B. 15 % nach der sechsten Woche und nach dem dritten vollendeten Monat 20 % und so fort. Nach 6 Monaten ununterbrochene Mitarbeit in einem Kundenunternehmen beträgt die Entlohnung der Zeitarbeit bis auf 10 % Abschlag der Entlohnung der Stammmitarbeiter im Unternehmen.
Mehr zu den Branchentarifzuschlägen können Sie auch in unseren folgenden Blog nachlesen:
Branchentarifzuschläge für Mitarbeiter von zeitconcept
Was hat sich seitdem in der Praxis getan? Wie wirken sich die Branchentarifzuschläge auf die Arbeitssituation aus? Wir haben den Markt für Sie beobachtet und berichten Ihnen aus unseren Erfahrungen:
Pro:
Auf der einen Seite haben wir bemerkt, dass sich auf Grund der Lohnangleichung  mehr Facharbeiter bei uns bewerben. Was sich infolge der hohen Nachfrage unserer Kunden und dem generellen Fachkräftemangel positiv auswirkt und wir dadurch noch schneller zwischen potentiellen neuen Mitarbeitern und Arbeitgebern vermitteln können.
Zudem ist die Entlohnung der Zeitarbeiter gestiegen. Somit gehören sie zu den gut bezahlten Arbeitnehmern in Deutschland, wie im Gegensatz zu vielen in niedrigen Lohngruppen ohne Tarifvertrag.
Contra:
Auf der anderen Seite stellen wir fest, dass weniger Mitarbeiter mit niedriger Qualifikation für z. B. einfache Anlerntätigkeiten nachgefragt werden. Schulabrecher, Bewerber ohne Ausbildung und besonders Migranten finden schwerer eine Arbeit. Wir beobachten auch, dass diese Arbeit mehr und mehr ins Ausland vor allem von Automobil-Zulieferern abwandert, wo die Produktion durch niedrigere Lohnkosten günstiger ist.
Wir sehen diese Entwicklung mit Sorge, da gerade Langzeitarbeitslose ohne Berufsabschluss vor der Einführung der Branchenzuschläge bessere Chancen hatten zurück in die Arbeitswelt zukommen. Es bleibt somit abzuwarten, was uns die Reform letztendlich gebracht hat und ob dies wirklich für alle das Beste war.
Sollten Sie weitere Fragen zu den Branchentarifzuschlägen haben, scheuen Sie sich nicht und Fragen Sie gerne.holding@zeitconcept.de  
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Bild: © Gina Sanders – Fotolia.com

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