Im Folgenden stellen wir Ihnen die gängigsten Modelle kurz vor:
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Diesen Begriff kennen sicher alle – mit ihm werden üblicherweise die klassischen Bürozeiten bezeichnet. Hiervon lässt sich das bei uns aktuell gängigste Arbeitszeitmodell ableiten, die 35-Stunden-Woche.
Gleitzeit
Die Gleitzeit ist wohl die Urform der flexiblen Arbeitszeitmodelle. Hierbei gibt es eine Rahmen- und  eine Kernarbeitszeit. Die Rahmenarbeitszeit definiert den frühestmöglichen Arbeitsbeginn und das spätest mögliche Arbeitsende. Die Kernarbeitszeit bestimmt den Zeitraum, während dem man anwesend sein muss. Eine Gleitzeit kann für das gesamte Unternehmen oder auch nur für einzelne Abteilungen bzw. Mitarbeiter festgelegt werden.
Teilzeit
Bei der Teilzeit fällt die gesamte Arbeitszeit kürzer aus. Ihr großer Vorteil ist, dass sie je nach Arbeitsplatz flexibel vereinbart werden kann. Teilzeit gibt es grundsätzlich in den verschiedensten Formen. Man kann beispielsweise, das tägliche Pensum der Arbeitszeiten fest oder flexibel definieren, oder man legt fest, dass man nur einige Stunden am Tag arbeitet, dafür fünf Tage die Woche. Entscheidend für die Ausgestaltung der Teilzeit ist nur die Absprache mit dem Arbeitgeber.
Home Office
Beim Home Office arbeitet der Arbeitnehmer entweder ganz oder teilweise von Zuhause aus. Dieses Modell erfreut sich – dank moderner EDV-Lösungen und Kommunikationsmöglichkeiten – immer größerer Beliebtheit. Hier bietet sich dem Arbeitnehmer wohl der größte Spielraum zur freien Zeiteinteilung. Allerdings erfordert dieses Modell vom einzelnen Arbeitnehmer auch die meiste Disziplin.
Nacht-/Schichtarbeit
Schichtarbeit kann nötig sein, wenn in einem Unternehmen der Betrieb länger andauert als die reguläre  Tagesarbeitszeit. Die verschiedenen Systeme des Schichtbetriebs können vom Zweischicht- bis zum Vierschichtbertrieb reichen. Außerdem können sie je nach Bedarf des Unternehmens unterschiedlich organisiert sein.
Sabbatical
Dieses aus den USA stammende Modell kann besonders für junge Eltern sehr interessant sein. Hier gibt es zwei Umsetzungsmöglichkeiten: ein Jahr in Teilzeit zu arbeiten bzw. ein Jahr komplett auszusetzen. Das Einkommen bleibt allerdings während dieses, in Deutschland auch Sabbatjahr genannten Zeitraum konstant. Darüber hinaus bleibt auch der Urlaubsanspruch weiterhin bestehen.
Job-Sharing
Auch dieses Arbeitszeitmodell stammt ursprünglich aus den USA. Grundsätzlich gibt es hier die Möglichkeit, dass zwei oder auch mehrere Mitarbeiter einen Arbeitsplatz unter sich aufteilen. Da die Job-Sharer die Arbeitszeiten der jeweiligen Arbeitnehmer unter sich ausmachen bietet dieses Modell einerseits sehr viel Freiheit. Es erfordert andererseits aber auch eine sehr genaue Absprache unter den beteiligten Mitarbeitern.
Die meisten diese Modelle sind sehr flexibel und bedürfen einer den jeweiligen Gegebenheiten angepassten Abstimmung mit dem Vorgesetzten. So hat auch jedes dieser Modelle seine Vor- und Nachteile. Und mit Sicherheit kann diese Vielfalt an Möglichkeiten für jedes Unternehmen und jeden Mitarbeiter die passende Lösung bieten.
Allerdings ist auch die Entwicklung in Bezug auf flexible Lösungen zur Einteilung der Arbeitszeit noch nicht abgeschlossen. In den Medien wird zum Beispiel immer wieder von neuen, meist aus den USA stammenden Ideen berichtet. Hier werden beispielsweise in einigen Internet/Software Unternehmen ganz neue Möglichkeiten zu Einteilung von Arbeits- und Freizeit entwickelt. Und dann gibt es da noch die Werbetreibenden. Die Werbung skizziert immer neue Bilder von schicken Geschäftsleuten, die egal wo sie gerade sind, auf die Schnelle eine PowerPoint-Präsentation erstellen und diese im Nu an ihre Geschäftspartner weiter leiten.
Ist das die Zukunft? Aber wer kann heute schon genau sagen, wie der berufliche Alltag in Zukunft aussehen wird?
 
Bild: Gina Sanders – Fotolia.com

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