Um Bewerber auf gleicher Ebene und vor allem im direkten Vergleich zu erleben, werden im Rahmen eines Assessment-Centers verschiedene Stationen durchlaufen. Einige Methoden und Elemente tauchen aber immer wieder auf. Hier die in seinem Beispiel durchlaufenen Stationen:
09:00 Empfang:
Der Empfang fand in der Kantine des Unternehmens statt. Alle Kandidaten wurden direkt nach dem Eintreffen an einem großen Tisch versammelt. Es gab Gebäck und einen Begrüßungskaffee. Bis alle eingeladenen Gäste vor Ort waren, wurde Small-Talk geführt wobei auch hier auf die unterschiedlichen Verhaltensmuster geachtet wurde. Wer ist zurückhaltend, wer plaudert über was…
09:30 Firmenpräsentation:
Die Firmenpräsentation wurde von der Personalleitung gehalten und informierte ausführlich über die Unternehmensgeschichte, Produkte, wichtige Kooperationspartner und die Unternehmenskultur. Dass daran im Anschluss ein Fragebogen mit ca. 10 Detailfragen ausgeteilt wurde, war natürlich nicht angekündigt. Das Interesse und die Vorbereitung der Kandidaten waren somit auch überprüft.
10:30 Die Gruppendiskussion:
Euer Flugzeug stürzt über der Wüste ab, aus den im Flugzeugwrack hinterlassenen Teilen dürft ihr 3 mitnehmen. Entscheidet in der Gruppe welche diese sein sollen. Zur Auswahl stand eine Liste mit teils sinnvollen aber auch einigen fraglichen Auswahlmöglichkeiten. Es gab aber dort kein 100% richtig oder falsch. Geachtet wurde auf Soft-Skills. Wer entscheidet sich für was, wie begründet er dies vor der Gruppe. Wer ergreift das Wort, wer führt aufkommende Diskussionen, wie ist der Umgangston und wie verhält man sich in der Gruppe. In der anschließenden Präsentation zeigte sich auch, wer sich traut vor Leuten zu sprechen. Teamfähigkeit und viele Informationen über die Persönlichkeit kamen so zum Vorschein.
12:00 Uhr Das Mittagessen:
Ein lockeres Mittagessen teilte den Gruppenteil von den Einzelgesprächen. Das Essen war gut, und auch in dieser lockeren Atmosphäre wurde aufmerksam verfolgt, wer sich wie verhielt.
13:00 Uhr Die Einzelgespräche:
Zum Abschluss wurden noch strukturierte Einzelgespräche geführt. Dort wurde auf die persönlichen Eignungen, Neigungen und Fähigkeiten eingegangen. Man kann hier von einem ganz normalen Vorstellungsgespräch sprechen das relativ kurz gehalten war. Schließlich war der erste Eindruck schon in den vorhergegangenen Programmpunkten gemacht.
15:00 Uhr Verabschiedung:
Nach dem letzten Einzelgespräch wurde noch eine kurze Führung durch das Unternehmen angeboten die natürlich alle gerne annahmen und man konnte sich als Kandidat ein Bild von seinem (hoffentlich) baldigen Arbeitsplatz machen.
Fazit
Das ist ein typischer Ablauf und die Inhalte variieren je nach Unternehmen und dessen Vorstellung. Oft werden Aufgaben wiePostkorbübungen, Rollenspiele eingebaut um zu sehen wie sich ein Kandidat in Extremsituationen verhält. Interessante Fallbeispiele gibt eshier. Hier noch 3 Tipps um im Assessment-Center zu bestehen?

  1. Authentizität – Sei Du selbst und bleibe das natürlich.
  2. Aktivität – Zeige Interesse am Unternehmen und an den Übungen. Oft ist nicht das Ergebnis, sondern der Weg das Ziel.
  3. Aufmerksamkeit – Das Assessment-Center beginnt beim Betreten des Unternehmens und endet beim Verlassen. Auch bei vermeintlichen Pausen wird auf den Einzelnen geachtet!

Egal wie das Ergebnis ausfällt, ein Assessment-Center bietet immer die Möglichkeit einen Blick auf die eigene Person zu erhalten und sich zu entwickeln!
Habt Ihr selbst Erfahrungen mit diesem Auswahlverfahren gemacht und noch Tipps für andere Bewerber? Dann teilt diese mit uns aufwww.facebook.com/zeitconcept.
 
Bildrechte: © XtravaganT – Fotolia.com

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