Später geht man gemeinsam in die Christmette und schaut sich das Krippenspiel an. An den Feiertagen wird die Verwandtschaft besucht, weiter geschlemmt und locker 2-3 Kilo zugenommen. Am 27.12. tauscht man dann das eine oder andere Geschenk um und überlegt, ob man sich bei Weight Watchers anmeldet oder lieber auf Kohlenhydrate verzichtet.
Aber wie feiern eigentlich unsere Nachbarn oder Kollegen aus anderen Ländern? Und wer bringt dort die Geschenke zu den leuchtenden Kinderaugen? Wir haben ein paar unserer Nachbarländer unter die Lupe genommen und dabei schöne und witzige Bräuche entdeckt:
Das Christkind bringt auch in Österreich, in der Schweiz und sogar in der Slowakei die Geschenke. Anders sieht es in Spanien aus, dort erzählen die Kinder ihre Wünsche den heiligen drei Königen und die Geschenke gibt es erst am 6. Januar. In manchen Teilen von Italien bringt eine alte Witwe, die Befana, die Geschenke.
In den Niederlanden und Belgien bekommen die Kinder die meisten Geschenke bereits am 5./6. Dezember von Sinterklaas mit Bischöfsmütze und Stab und Zwarte Piet, seinen Helfer, dem schwarzen Peter. Dort glauben die Kinder daran, dass Sinterklaas mit dem Dampfschiff aus Spanien anreist, wo er die Sommermonate verbracht hat.
In England kommt Father Christmas und bringt den Kindern am Heiligen Abend die Geschenke. Es wird zusammen groß gegessen und viel fern geschaut. Besonders die Ansprache der Queen ist beliebter Programmpunkt.
Zukunftsdeutungen sind in Tschechien Tradition. Äpfel werden kreuzweise geschnitten: Wenn ein Stern im Kern erscheint, steht ein gutes Jahr bevor, erscheint ein Kreuz, wird es ein schlechtes Jahr geben. Mädchen werfen Schuhe über ihre Schultern, um zu sehen, ob eine baldige Heirat bevorsteht. Dies soll eintreten, wenn der Spitz zur Türe zeigt. Auch Zinngießen gehört zu dieser Art von Tradition.
In Polen feiert man im Kreis der Großfamilie. Wenn der erste Stern am Himmel auftaucht, beginnt das 12 Gänge Weihnachtsessen. Bevor jedoch jeder zum Essen anfängt, nimmt jeder eine Oblate, die auf seinem Gedeck liegt und teilt sie reihum mit jedem anderen Familienmitglied, indem er ihm einen Teil abbricht und ihm die besten Wünsche für das neue Jahr weitergibt. Nach dem Essen werden die Geschenke ausgepackt und es geht in die Weihnachtsmesse.
Nach religiöser Tradition gibt es bei den Franzosen zum Weihnachtsessen 7 Mahlzeiten und 13 Desserts. Père Noël (der Weihnachtsmann) bringt bei den Franzosen die Geschenke. Die Kinder stellen ihre Schuhe an den Kamin oder Weihnachtsbaum, damit Père Noël diese mit Geschenken befüllen kann.
Am Heiligabend stellen die Dänen eine Schüssel Grütze auf den Dachboden oder vor die Tür. Diese ist für die Nisser, die nordischen Wichtel, die in der Weihnachtszeit als Julenisser dem Weihnachtsmann zuarbeiten.
Das Singen von Weihnachtsliedern ist ein sehr wichtiger Bestandteil der rumänischen Weihnachtsfeiern. Am ersten Weihnachtstag ziehen Sänger durch die Straßen der Städte und Dörfer.
Was bei allen jedoch gleich ist: Das Wichtigste an Weihnachten ist die Familie.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihrer Familie ein friedliches und wunderschönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Ihr zeitconcept-Team
 
Bild: Andreas Hermsdorf – pixelio.de

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