Das Miteinander unter Kollegen – Kumpel, Poser oder Intrigant?

Sich mit Kollegen auszutauschen ist immer ein Balance Akt. Auf der einen Seite möchte man kollegiale bis freundschaftliche Beziehungen aufbauen. Auf der anderen Seite ist es der Job und den möchte man auf keinen Fall verlieren, falls man das falsche dem falschen Kollegen erzählt.
Freundschaften am Arbeitsplatz zu haben, sind auch auf jeden Fall erstrebenswert. Schließlich arbeitet man den größten Teil des Tages. Das Leben sollte daher nicht erst ab Feierabend beginnen. Außerdem fördert es das Betriebsklima, steigert die Produktivität und Effektivität.
Was macht man nun? Um die Person besser einschätzen zu können, hilft es den Kollegen oder die Kollegin einem bestimmten Typen zu zuordnen. Wobei man natürlich beachten muss, dass jeder Mensch ein Individuum ist und nicht so leicht in eine Schublade geschoben werden kann. Wir haben hier ein paar Typen für Sie zusammengestellt:

  • Der Freund: Mit ihm verbindet man mehr als berufliche Themen, ist in Notsituationen für einen da
  • Der Kamerad: mit ihm versteht man sich gut, aber es bleibt mehr auf den Beruf beschränkt
  • Der Besserwisser: sprichwörtlich weiß er immer alles besser, fremde Ideen sind sinnlos, nur seine sind erprobt
  • Der Provokateur: er muss um jeden Preis anders sein, Regeln werden ignoriert
  • Der Jammerer: alles und jeder birgt Gefahren und Hindernisse, besonders Neues ist ein Graus
  • Der Poser: redet viel ohne konkret etwas zu sagen, gepflegtes Äußeres, seine Anwesenheit entgeht kaum jemanden
  • Der Intrigant: schmückt sich gerne mit fremden Lorbeeren, übertrieben freundlich, neigt zu Mobbingaktionen
  • Der Gnadenlose: wird gerne laut, geht über Leichen

Nachdem Sie jetzt fleißig Ihre Personen einsortiert haben, hier unsere Tipps, wie man sich am besten verhalten sollte.
Dem Freund kann man eigentlich alles sagen. Das man hier natürlich das normale höfliche Maß nimmt, ist selbstverständlich. Jedoch manchmal ist es nicht klar, ob der andere einen genauso sieht. Wichtig ist, dass man sich gaaaaanz sicher ist, dass es sich bei dem Kollegen, um einen echten Freund handelt.
Beim Kamerad ist es manchmal ein schmaler Grad zwischen Freundschaft und Beruf. Hier verlangt es an Fingerspitzengefühl. Sinnvoll ist es sich Zeit zu lassen und den anderen erstmal kennen zulernen.
Auf Einwände von Besserwissern, Jammeren und Provokateuren z. B. in Sitzungen, die nicht zielführend sind, bedankt man sich am besten und fährt ohne weiteres fort. Damit nimmt man Ihnen den Wind aus den Segeln. Wenn man dagegen argumentieren möchte, dann sollte man sich besonders beim Provokateur gut wappnen. Der Jammerer wird hingegen immer eine negatives Fünkchen finden, dass man nicht ganz wegargumentieren kann. Hier nicht zu sehr verunsichern lassen. Im Stillen kann man dann noch mal darüber nachdenken, ob die Hinweise vom Jammerer bedacht werden sollten.
Beim Poser und Intriganten nützt es immer wieder mal zu hinterfragen, ob das Gesagte eigentlich der Wahrheit entspricht. Zum Beispiel, wenn der Kollege sagt:“ Wir sind aber anderer Meinung“ – Einfach mal fragen: „Wer ist eigentlich wir?“ Auf jeden Fall sollte man sehr vorsichtig sein, was man erzählt. Beide lieben es sich mit fremden Federn zu schmücken. Besonders der Intrigant könnte es auch noch gegen einen verwenden.
Lassen Sie sich vom Gnadenlosen blos nicht einschüchtern. Wenn Sie auf seine Wutausbrüche ruhig und sachlich reagieren. Ist schnell der Dampf verflogen.
Allgemein ist es immer hilfreich ruhig, sachlich und höflich miteinander zu kommunizieren. Bei Unstimmigkeiten ist eine Aussprache meistens der beste Weg. Ich-Formulierungen sind hier der Schlüssel z. B. Ich fühle mich von Ihnen angegriffen – anstatt Sie greifen mich an. Das entschärft die Situation, da der andere sich nicht angegriffen fühlt. Nehmen Sie dabei Ihr Gegenüber auf jeden Fall ernst und treten Sie selbstbewusst auf – aufrechte Körperhaltung, Arme locker neben dem Körper und Blickkontakt halten.
Machen Sie sich bewusst, dass Sie die Menschen nicht ändern können und das verhalten akzeptieren müssen – außer es unakzeptabel z. B. bei Unpünktlichkeit. Wichtig ist hier, dass Sie sich selbst treu bleiben.
 
Foto: © FotolEdhar – Fotolia.com

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