Da sich das Fass an unseriöser Berichterstattung, falsch verstandener Tatsachen und sich wie ein Lauffeuer verbreitenden Vorurteilen für uns nun langsam bis zum Überlaufen gefüllt hat, sind wir in die Offensive gegangen und haben uns mit einem offenen Brief an einige Bundestagsabgeordnete aus verschiedenen Arbeitskreisen und Ausschüssen gewandt.
Diesen Brief möchten wir Ihnen in unserem heutigen Newsletter vorstellen:

„Sehr geehrte Bundestagsabgeordnete/ Sehr geehrter Bundestagsabgeordneter,
ich wende mich als Betroffener an Sie, um Ihnen aus erster Hand über das Beschäftigungsmodell Zeitarbeit zu berichten und um Ihnen eine andere Sicht auf die Dinge zu gewähren. Gleichzeitig möchte ich Sie sensibilisieren, denn unser Land kann sich eine Diffamierung der Arbeitnehmerüberlassung schlichtweg nicht leisten.
Bitte nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit, um dieses Schreiben zu lesen!
Ich selbst bin seit mehr als 20 Jahren in der Branche tätig und kenne sie daher sehr gut. Die Entwicklungen der vergangenen Monate – eine Situation wie bei einer modernen Hexentreiberei – jagen mir Angst ein. Die Kritikwelle, die von den Gewerkschaften entfacht und zum Teil von Presse und Politik vorangetrieben wird, diffamiert eine für Deutschland wichtige Branche. Ich stelle fest, dass sowohl die Gewerkschaften als auch viele Vertreter der Medien und Parteien nur sehr einseitig informiert sind. Ebenso leider auch zahlreiche Menschen, die in der Branche arbeiten und damit einen entscheidenden Beitrag zum Arbeitsmarkt und dem Wirtschaftsstandort Deutschland leisten. Darüber hinaus empfinde ich viele im Zusammenhang mit Zeitarbeit gebrauchten Formulierungen wie z. B. „prekäre Beschäftigung“ als Frechheit und als schlichtweg falsch.
Tatsächlich ist es so, dass die Zeitarbeit einen wichtigen Beitrag zum Abbau der Massenarbeitslosigkeit unter der Regierung von Kanzler Schröder geleistet hat. Unmittelbar nach der Wende war sie beispielsweise ein entscheidender Leistungsträger für die Integration der ostdeutschen Arbeitnehmer in den westdeutschen Arbeitsmarkt. Die Zeitarbeit hat nach der Wende mit der Heranführung ostdeutscher Arbeitnehmer an den westdeutschen Arbeitsmarkt einen großen Beitrag zur Zusammenführung von Ost- und Westdeutschland geleistet. Dies geschah durch die Gewinnung und Beratung von ostdeutschen Arbeitslosen für westdeutsche Unternehmen, sowie mit ihrer Integration in Betriebe in Westdeutschland. Darüber hinaus werden Dank Zeitarbeit Migranten und Menschen ohne Bildungsabschluss erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert. So hält die Zeitarbeit zu einem großen Teil auch die letzten industriellen Helferarbeitsplätze in Deutschland bereit. Dies ist gerade für den Personenkreis der Migranten und Menschen ohne Bildungsabschluss besonders wichtig.
Einen Punkt prangern die Zeitarbeit-Gegner immer wieder an: Die Entlohnung der Zeitarbeitnehmer. Ich kann Ihnen versichern und vermutlich wissen Sie es ohnehin: In der Zeitarbeit gibt es einen Mindestlohn, der im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz verankert und damit garantiert ist. Das gibt es so in keiner anderen Branche in Deutschland! Ferner sind die Rechte von Zeitarbeitnehmern in Deutschland mehrfach geschützt. Sie sind nicht nur – wie bei allen anderen Arbeitnehmern auch – im Kündigungsschutzgesetz verankert. Sie werden zusätzlich in besonderem Maße durch das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz geschützt, welches viele ergänzende Rechte enthält. Hinzu kommt, dass deutsche Zeitarbeitsunternehmen einer besonderen Kontrolle und regelmäßigen Überprüfung durch verschiedene Behörden (Zoll, Arbeitsagentur etc.) unterliegen.
Außerdem gibt es in unserer Branche seit mehr als 10 Jahren Tarifverträge mit den Gewerkschaften. Das bedeutet: Es werden bereits 90% der Zeitarbeitnehmer nach diesen Tarifverträgen bezahlt. Was Kritiker leider bewusst oder unbewusst nicht erwähnen, ist, dass Zeitarbeitnehmer zusätzlich zu der tariflichen Entlohnung umfangreiche Leistungen außerhalb des Tarifvertrags erhalten. Das sind zum Beispiel Fahrtgelder, Übernachtungsgelder, Verpflegungsmehraufwand etc.. Seit November 2012 gibt es auch noch die sogenannten Branchenzuschlagstarife, durch die viele Zeitarbeitnehmer in einer Stufenphase annähernd (Abschlag 10%) so viel verdienen wie die Stammmitarbeiter der Unternehmen. Diese Quote könnte sich allerdings um ein Vielfaches erhöhen, wenn sich einige Gewerkschaften aus reiner Ideologie – darunter vor allem Ver.di – den Branchenzuschlagstarifen nicht mehr wie bisher verweigern würden.
Auch die Unverhältnismäßigkeit, zu der die gewollte Verteuerung der Zeitarbeit im Helferbereich führt, ist ein großer Schaden für unser Land und die Menschen, die auf ungelernte Anlerntätigkeiten in der Zeitarbeit angewiesen sind. Es ist Unsinn zu glauben, dass die Betriebe die in diesem Bereich in der Zeitarbeit wegfallenden Arbeitsplätze in Stammarbeitsplätze umwandeln würden. Neuere Statistiken und Berichte zeigen, dass vor allem Anlerntätigkeiten mit Einführung der Branchenzuschlagstarife ins Ausland verlagert wurden oder womöglich komplett der Rationalisierung zum Opfer gefallen sind.
Aber warum ist Zeitarbeit eigentlich so wichtig für Deutschland?
Als Industriestandort, Exportnation und Wirtschaftsstandort sind die industrielle und handwerkliche Produktion, aber auch die Dienstleistung und der Handel in Deutschland starken Zyklen unterworfen. Darüber hinaus wirken gerade in den vergangenen Jahren Wirtschaftskrisen und schwankende Arbeitsmärkte einer kontinuierlichen Auslastung der Unternehmen entgegen. In auftragsstarken Zeiten wird mehr Personal benötigt, in Krisenzeiten hingegen Personal abgebaut. Und nur wenn Unternehmen in Fällen von Auftragsschwankungen auf leistungsstarke Dienstleister zurückgreifen können, ist es ihnen möglich, ihren Personalbedarf an die aktuelle Auftragslage anzupassen. Wird den Betrieben diese Möglichkeit jedoch genommen, verlieren sie zwangsläufig ihre Wettbewerbsfähigkeit. Und bereits jetzt können wir schon feststellen, dass Unternehmen auf Grund der von Gewerkschaften und Politik gesteuerten, unverhältnismäßigen und unbegründeten Gängelung der Zeitarbeit immer mehr Arbeitsplätze ins Ausland verlagert oder gar wegrationalisiert werden.
Verlierer dieser Entwicklung ist nicht nur die Branche selbst, sondern sind besonders ungelernte Arbeitskräfte, die überwiegend Migranten sind und in Zukunft in Deutschland keine Arbeitsplätze mehr finden werden. Sie waren bisher zu einem großen Teil in der Automobilindustrie oder anderen Betrieben, die Anlernkräfte beschäftigen, im Einsatz. Diese Arbeitsplätze werden nun aber auf Grund des hohen Kostendrucks immer mehr ins Ausland verlagert oder ganz eingespart. Somit führt diese, die Zeitarbeit verunglimpfende Kampagne zur Vernichtung der letzten industriellen Anlerntätigkeiten in unserem Land.
Für Sie als Politiker, der Verantwortung für die Schwachen am Arbeitsmarkt trägt, ist es sicherlich wichtig zu wissen, wie die Chancen und Argumente aus Sicht der Branche geschildert werden. Weitere detaillierte Argumente und Informationen entnehmen Sie bitte dem Text „Vor(ur)teile Zeitarbeit – Eine Branche wehrt sich!“, den Sie unter dem folgenden Link finden:https://www.zeitconcept.de/fileadmin/download/download/VorURteile_ZA.pdf
Gerne stehe ich Ihnen als Branchenkenner und Insider für Fragen oder ein Gespräch zur Verfügung. Außerdem würde ich Sie gerne einladen, einen Tag an einem unserer Standorte zu verbringen, um sich aus erster Hand informieren und sich Ihr eigenes Bild machen zu können!
Georg Meller
Geschäftsführender Gesellschafter
 
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Bild: pixelio

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