Gastbeitrag: Wer haftet, wenn ein Mitarbeiter das Kundentelefon beschädigt?
Gastbeitrag: Wer haftet, wenn ein Mitarbeiter das Kundentelefon beschädigt?

„Wo gehobelt wird, da fallen Späne.“ Diese bekannte Redewendung trifft auch auf das Arbeitsleben zu. Kein Unternehmen ist davor geschützt, dass aus einem kleinen Moment der Unachtsamkeit eines Mitarbeiters heraus ein großer Schaden für das Unternehmen entsteht. Doch wie wird es rechtlich bewertet, wenn z. B. ein Angestellter bei einem Kunden versehentlich dessen Smartphone beschädigt? Wer übernimmt dann die Haftung für den Schaden?

Wann tritt die Haftung ein?
Wenn das o. g. Smartphone des Kunden „in Ausübung der beruflichen Tätigkeit“ im Sinne von § 831 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) beschädigt wurde, haftet zunächst das Unternehmen für den entstandenen Schaden. Auf den zweiten Blick kommt es darauf an, wie hoch der entstandene Schaden ist: Hat der Angestellte das Smartphone aufgrund leichter Fahrlässigkeit beschädigt, haftet er gar nicht und das Unternehmen tritt für den Schaden ein. Dabei spielt die Höhe des Schadens bei der Beurteilung der Fahrlässigkeit keine Rolle. Leicht fahrlässig könnte es sein, beim Hereintragen von größeren Gegenständen nicht darauf zu achten, ob andere Dinge umgestoßen werden könnten.
Im Gegensatz zu allen anderen Rechtsgebieten gibt es im Arbeitsrecht auch die mittlere Fahrlässigkeit. Hier werden Arbeitnehmer und Arbeitgeber anteilig zur Haftung herangezogen. Die Aufteilung der Haftung hängt dabei vom Einzelfall ab und wird wenn nötig gerichtlich entschieden. 
Hat der Angestellte grob fahrlässig gehandelt, haftet er immer allein.

Schutz mit einer Betriebshaftpflichtversicherung
Für ein Unternehmen ist das Risiko hoch, wegen eines kleinen Fehlers eines Mitarbeiters einen großen finanziellen Schaden zu erleiden, der vor allem bei kleinen und mittleren Betrieben den wirtschaftlichen Ruin bedeuten kann. Die Beschädigung eines Smartphones zieht in der Regel einen relativ überschaubaren Sachschaden nach sich. Ist es jedoch unbrauchbar geworden, können dem geschädigten Kunden möglicherweise Kontaktdaten und Termine verlorengegangen sein, deren Verlust den Schaden noch erhöht. Doch das Problem liegt vor allem darin, dass das BGB nicht genau definiert, wie sich die einzelnen Stufen der Fahrlässigkeit gegeneinander abgrenzen und im ungünstigen Fall eine Gerichtsentscheidung klären muss, wer welche Schadenshöhe übernimmt.

Um eine solche Situation zu vermeiden und Fehler der Angestellten während der Arbeitszeit nicht existenzbedrohend werden zu lassen, ist es unbedingt zu empfehlen, eine Betriebshaftpflichtversicherung abzuschließen. Es gibt zahlreicheAnbieter von Betriebshaftpflichtversicherungen, die Versicherungen mit verschiedenem Leistungsumfang und zu unterschiedlichen Preisen im Programm haben. Sie schützen nicht nur davor, für von Mitarbeitern verursachte Schäden eintreten zu müssen, sondern sichern alle im Unternehmen Beschäftigten, also auch die Firmenleitung ab.
Die Beiträge für eine solche Versicherung sind nicht nur branchenabhängig, sondern werden von zahlreichen weiteren Eckdaten (z. B. Unternehmensgröße, Anzahl der voll- oder teilzeitbeschäftigten Mitarbeiter, Risikofaktoren) abhängig gemacht. Hier bieten spezielle Vergleichsportale im Internet jedoch einen guten Überblick über die Anbieter.
Kleine Missgeschicke können eine große Wirkung haben! Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist sinnvoll, um finanzielle Schäden für das Unternehmen zu vermeiden.
Wir bedanken uns bei der Social Media Services GmbH für den freundlichen Gastbeitrag. 🙂
 
Verfasser: Pseudonym ID1109 (Social Media Services GmbH)
Bild: © D.aniel – Fotolia.com

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