Im Prinzip ist die Funktionsweise unseres Gehirns mit der eines Computers zu vergleichen. Den ganzen Tag über speichert es neue Informationen und Eindrücke in einer Art Zwischenspeicher, um diese schließlich, wenn wir schlafen, fest abzuspeichern. Da allerdings nicht alles Gesammelte auch im Langzeitspeicher Platz findet, sortiert unser Gehirn aus. Dies alles geschieht gleich einige Minuten nachdem wir eingeschlafen sind, in der Deltaschlaf-Phase. Angefangen wird bei der Speicherung mit den Eindrücken, die wir kurz vor dem Schlafengehen gesammelt haben. So lässt sich auch erklären, warum Sie sich einen Vortrag, den Sie sich kurz vor dem zu Bett gehen nochmals durch den Kopf gehen lassen, leichter merken können.
Es gibt allerdings auch noch weitere Tipps und Tricks, mit denen Sie der Gedächtnisleistung Ihres Gehirns auf die Sprünge helfen können. Hier eine kleine Übersicht über einige von Ihnen:

1.    Gesunde Ernährung und ein aktiver Lebensstil
Gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung sind nicht nur gut für Ihren Körper, sondern auch für Ihren Geist. So wird das Gehirn beispielsweise bei regelmäßigem Sport besser mit Sauerstoff versorgt und Nährstoffe, Spurenelemente sowie Aminosäuren liefern Futter für Ihr Gehirn. Dies fördert nicht nur Ihre Gedächtnisleistung in jungen Jahren, sondern schützt Sie auch noch bedingt davor im Alter schnell abzubauen.
2.    Aufschreiben hilft
In der Schule haben Sie vielleicht recht schnell gemerkt, dass Sie sich Sachverhalte, die Sie mit eigenen Worten aufgeschrieben haben, leichter merken können. Hier „lernt“ das Gehirn nämlich quasi schon beim Schreiben, in dem Sie Wörter nutzen, die es kennt und ihm zusätzliche Eindrücke verschaffen, die es mit dem Gelernten verknüpfen kann – wie zum Beispiel die Struktur des Papiers, auf dem Sie schreiben, sowie der Geruch Ihres Stiftes.
3.    Laut vorlesen
Sich kurze Texte – Referate oder Vorträge – laut vorzulesen hilft dem Gehirn dabei die Informationen zu verarbeiten. Lesen Sie einen Satz vom Blatt ab, schließen Sie die Augen und wiederholen Sie diesen. Anschließend lesen Sie den zweiten Satz vom Blatt ab und wiederholen Satz eins sowie Satz zwei nochmals mit geschlossenen Augen, verfahren Sie so weiter bis zum Ende des Textes. Und wenn Sie dabei auch noch das Fenster öffnen, durch das Zimmer marschieren oder sogar im Park spazieren gehen, sorgen Sie auch noch für eine erhöhte Sauerstoffversorgung Ihres Gehirns und unterstützen es zusätzlich bei seiner Arbeit.
4.    Mnemotechnik
Diese Technik, die verschiedene Gedächtnisübungen umfasst, macht sich die Tatsache zu Nutze, dass wir uns Sachen leichter merken können, wenn beide Gehirnhälften mit dem „Abspeichern“ der Information beschäftigt sind. So stellen die verschiedenen Übungen der Mnemotechnik immer eine Verbindung zwischen der analytischen linken und der kreativen rechten Gehirnhälfte her und helfen Ihrem Gehirn dabei Neues ab zu speichern Zu diesen Techniken gehört unter anderen dieser kleine Merksatz, den Sie sicherlich auch als Kind gelernt haben, um sich die richtige Reihenfolge der Himmelsrichtungen einzuprägen. Dieser lautet. „Nicht ohne Seife waschen“ – aber das hätten Sie sicher auch so noch gewusst.
5.    Regelmäßiges Wiederholen
Auch wenn Sie sich etwas gut gemerkt haben, irgendwann landet es relativ weit hinten in Ihrem Gehirn-Speicher und ist somit schwerer abrufbar. Wiederholen Sie daher Wichtiges regelmäßig. Wie effizient dies sein kann, wissen Sie sicherlich auch noch vom Vokabelpauken aus Ihrer Schulzeit.
Auch Wenn Sie gerade nichts konkretes zu Lernen haben – also nicht gerade beschlossen haben eine neue Sprache zu erlernen oder ein berufsbegleitendes Studium zu beginnen – sondern ganz allgemein Ihre Gedächtnisleistung erhalten oder steigern wollen, gibt es ein paar kleine „Spielchen“ mit denen Sie Ihr Gehirn auf Trab halten können. Versuchen Sie es beispielsweise mal mit Memory oder Sudoku. Oder lernen Sie einfach mal wieder eine Telefonnummer auswendig, anstatt sich immer auf Ihr Handy zu verlassen.
 
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Bild: Helene Souza – pixelio.de

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