Generation Y – Facebook, Twitter und Co – die neuen Nachwuchskräfte
Generation Y – Facebook, Twitter und Co – die neuen Nachwuchskräfte

Generation Y
Die Ypsiloner sind die jungen Berufsanfänger, die zwischen 1980 bis 1995 geboren sind bzw. zwischen 20 und 30 Jahren alt sind. Von Kindesbeinen an, haben sie gelernt mit Internet, Facebook, Twitter und Smartphones umzugehen. Ihre Eltern haben sie zu selbstbewussten und meist bestens ausgebildeten (teils internationalen) Menschen herangezogen. Dabei waren sie immer wohlbehütet und genossen materielle Sicherheit. Problemlösungen wurden in Augenhöhe in Gesprächen mit Eltern und Lehrern geführt.
Klare Ziele und hohe Ansprüche
Sie wollen interessante, vielseitige Jobs mit herausfordernden Projekten. Die Arbeit soll Gestaltungsspielräume, Möglichkeit selbstständig zu arbeiten sowie sich selbst zu verwirklichen mit sich bringen. Laut einer Umfrage des Berliner Beratungsinstituts Trendence zum „Besten Arbeitgeber“, bei der 23.000 examensnahe Studierende der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften befragt wurden, ist Work-Life-Balance als wichtiges Kriterium von 38,6 % auf 50 % gestiegen. Auf der Liste stehen zudem ein gutes Gehalt, flache Hierachien und Feedback vom Vorgesetzten.
Positive Prägung durch das Internet
Die Nachwuchskräfte haben hohe Ansprüche an ihren Job. Dies können sie sich auch auf Grund der wirtschaftlichen Lage leisten. Auf der anderen Seite bringen sie eine hohe Leistungsbereitschaft mit. Für sie steht das Projekt im Mittelpunkt. Persönliche Profilierung ist ihnen nachrangig wichtig. Sie haben daher keine Berührungsängste, wenn es darum geht Wissen auszutauschen und in der Gemeinschaft nach Lösungen zu suchen. Sie arbeiten sich schnell in neue Umfelder ein und sind allgemein schneller getaktet. Sie sind technisch versiert und können spielerisch mit den neuen Medien umgehen. Sie sind durch Social Media kommunikativer, teamfähiger und kritischer. Unternehmen können von der Dynamik und Kreativität der jungen Generation profitieren.
Führungskräfte vor dem Aussterben bedroht
Unternehmer sehen jedoch auch Probleme auf sich zukommen. Da die Digital Natives daran gewöhnt sind alles in einer Community zu besprechen, fehlt ihnen Führungskompetenzen. Es gibt Situationen, in denen es erforderlich ist, sich zu entscheiden oder sich auch gegen die anderen durchzusetzen. Verantwortung wird auch nur gerne für Sachinhalte genommen – Führungsverantwortung lieber nicht. Personalverantwortliche fürchten auch, dass die jungen Berufstätigen nicht die nötige Belastbarkeit mitbringen. Feedback wird zwar erwartet, bitte aber nur mit Samthandschuhen.
Alte Muster über Bord werfen
Viele Firmen haben jedoch das Potenzial der Millennials entdeckt und arbeiten daran ihre Unternehmenskultur zu ändern. Dies kommt auch den älteren Arbeitnehmern zu Gute, die Heimarbeit und flexible Arbeitszeiten für sich entdeckt haben. Denn wichtig ist es auch die Mitarbeiter zu halten, besonders bei dem großen Angebot an Stellen. Hier einige Beispiele von Änderungen und Einführungen in der Firmenkultur:

  • Firmenkrippen
  • Job-Sharing auch in Führungspositionen
  • Aktiv in Social Media Plattformen wie Facebook und Twitter
  • Elternzeit
  • Auszeit
  • Weiterbildung
  • Fachlaufbahnen
  • Offenes Wissenmanagement
  • Gelebte Work-Life-Balance
  • Vertrauen
  • Flache Organisationen
  • Chefbeurteilungen

So schön es auch klingt. Nur die begehrtesten Berufe werden die besten Privilegien bekommen. Wie überall in der Wirtschaft herrscht auch am Bewerbermarkt Angebot und Nachfrage. Nicht so gefragte Studienabgänger oder ausgebildete Berufsanfänger können sich jedoch trösten: Viele Änderungen in der Firmenkultur müssen für alle Mitarbeiter umgesetzt werden, nicht nur für ein paar auserwählte.
Zum Schluss ein Spruch von Carola Sonnet vom Handelsblatt, der zum Nachdenken anregt:
„Diese Generation weiß, dass sie wahrscheinlich arbeiten wird, bis sie 70 ist. Bis dahin will sie die Welt gesehen haben, nicht erst wenn sie in Rente geht.“
Gehören Sie auch zu der Generation Y und fühlen Sie sich hier angesprochen? Oder trifft das gar nicht auf Sie zu? Diskutieren Sie mit auf Facebook! Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.
 
Bild: © Yuri Arcurs – Fotolia.com

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