Home sweet Home-Office

 
Umsetzung scheitert oft an den Vorbehalten der Arbeitgeber
Die Realität sieht allerdings anders aus. Erst 10 Prozent der Arbeitnehmer arbeiten tatsächlich ganz oder teilweise vom eigenen Schreibtisch aus. Und für den Rest wird der Heimarbeitsplatz wahrscheinlich noch länger ein frommer Wunsch bleiben. Denn obwohl die technischen Voraussetzungen für die Heimarbeit sich heute einfach und ohne hohe Kosten realisieren lassen, scheitert die Umsetzung fast immer an den Vorbehalten der Führungskräfte.
Denn die Arbeit im Home-Office erfordert besonders viel Disziplin. Im Gegensatz zum Büro lauern hier viele Ablenkungen, denen man sich nicht so leicht entziehen kann. Und genau diese potentiellen Produktivitätsbremsen lassen viele Arbeitgeber zögern.
Die Tücken und Gefahren im Home-Office
Keine nervigen Kollegen, freie Zeiteinteilung und nebenbei auch noch mehr Zeit für die Familie – klingt gut. Aber das Home-Office hat auch seine Tücken. Da klopfen dann statt den Kollegen eben die Kinder an die Tür. Und man möchte kaum glauben, wie attraktiv Hausarbeit werden kann, wenn auf dem Schreibtisch unangenehme Arbeit wartet. Klar, dass dann die Produktivität leidet. Wer aber das nötige Maß Selbstdisziplin mitbringt und einige Regeln beherzigt, kann die oben genannten Vorteile voll auskosten.
10 Regeln für erfolgreiche Heimarbeit

  1. Schaffen Sie sich ein „richtiges Arbeitszimmer“, das möglichst ruhig ist und sich deutlich vom Rest der Wohnung abgrenzt. So wird für alle im Haushalt klar, wann Sie „in der Arbeit“ sind.
  2. Achten Sie auf eine gute Ausstattung. Gutes Equipment spart Zeit und Nerven. Und in einem ergonomischen Bürostuhl werden Sie deutlich produktiver sein als mit Rückenschmerzen auf dem Küchenstuhl.
  3. Sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung. Viel Tageslicht ist die Devise. Ansonsten gilt: möglichst indirekte Beleuchtung und kein direkter Lichteinfall auf den Bildschirm.
  4. Beginnen Sie Ihren Arbeitstag pünktlich. Verordnen Sie sich feste Bürozeiten und halten Sie sich auch daran. Wer „mal etwas länger schläft“ oder „nur noch schnell die Zeitung liest“, wird mit seinem Zeitmanagement schnell scheitern.
  5. Vermeiden Sie Unterbrechungen. Sorgen Sie dafür, dass Sie während der „Arbeitszeiten“ nicht von Familienmitgliedern oder Freunden gestört werden.
  6. Trennen Sie Beruf und Privatleben. Keine Hausarbeit, kein privates Surfen und kein Spielen mit den Kindern während der „Arbeitszeit“. Dies sollte erst nach „Feierabend“ oder in fest definierten Pausen erledigt werden.
  7. Planen Sie feste Pausen ein. Selbstverständlich dürfen Sie die Vorteile des Home-Office auch nutzen. Planen Sie aber von vornherein feste Pausen ein, um andere Dinge zu erledigen.
  8. Essen Sie regelmäßig zu Mittag. Durcharbeiten mit vielen kleinen Snacks ist ungesund und stressig. Nutzen Sie eine bewusste Mittagspause für gemeinsame Mittagessen.
  9. Bleiben Sie dran. Arbeiten Sie diszipliniert weiter, auch wenn Sie mal keine Lust mehr haben. Die kleinen Pausen zwischendurch verselbstständigen sich schneller als Sie denken.
  10. Hören Sie auf wenn Sie fertig sind. Wenn Sie Ihr Tagespensum geschafft haben, machen Sie Feierabend. Ohne Wenn und Aber.

1 Quelle: BITKOM-Presseinfo Home-Office v. 29.04.2009
 
Bild: © mediamo – Fotolia.com

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