Diese Frage können wohl weder Personaler noch Bewerbungstrainer pauschal für jeden Bewerber beantworten. Grundsätzlich gilt, dass Hobbies am Ende des Lebenslaufs genannt werden sollen. Es ist allerdings kein Muss sie überhaupt anzugeben. Es ist jedoch so, dass sich viele Bewerbungen schon sehr ähneln: abgeschlossenes Studium, Auslandspraktika und -semester, Kenntnisse mindestens einer Fremdsprache. Und irgendwie will man ja als Bewerber aus dieser uniformen und grauen Masse an Bewerbungen herausstechen. Wieso sollte dies dann nicht durch die Nennung eines extravaganten Hobbies geschehen?
Aber Vorsicht, denn die Nennung eines zu verrückten, zu gewagten Hobbies kann auch gerne mal den gewünschten Effekt verfehlen. Wenn Sie beispielsweise gerne Bungeejumping betreiben und auch gelegentlichen Base Jumps nicht abgeneigt sind, beweist dies natürlich Ihre Risikobereitschaft und Ihre Abenteuerlust. Auf der anderen Seite sind dies aber sicherlich nicht die Eigenschaften, für eine Stelle mit großer Budgetverantwortung. In diesem Fall würde Ihre Bewerbung mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits von vorneherein ad acta gelegt werden. In solch einem Fall ist es wohl sicher ratsam komplett auf die Nennung der Hobbies zu verzichten oder sich auf ein, zwei relativ „harmlose“ zu beschränken.
Auf der anderen Seite, wenn Sie lieber Ihre kurzen Feierabende mit Fernsehen oder Computer spielen verbringen, kann es ebenfalls ratsam sein, auf die Nennung von Hobbies zu verzichten. Eher passive Hobbies, haben nämlich einen eher faden Beigeschmack und erwecken nicht gerade den Eindruck als würde sich hinter diesem Lebenslauf ein aktiver, fitter und dynamischer Bewerber verstecken.
Generell sollten Sie sich beim Schreiben des Lebenslaufs einfach die Frage stellen, welche Wirkung Ihre Freizeitaktivitäten erzeugen und welche Rückschlüsse Sie auf Ihre Persönlichkeit erlauben. Ein klassisches Hobby, wie Fußball oder eine andere Mannschaftssportart beispielsweise, wird gerne als Indikator dafür gesehen, dass der Bewerber durchsetzungsfähig ist und über Teamgeist verfügt. Nach diesem Prinzip könnten Sie all Ihre Hobbies durchleuchten und für sich entscheiden, welches von ihnen Sie für erwähnenswert halten und welches nicht.
Eines sollten Sie aber bei all den Überlegungen nicht vergessen – mit Ihrer Bewerbung wollen Sie sich als potenziellen Arbeitnehmer bestmöglich darstellen, Ihre beruflichen Fähigkeiten und Erfahrungen stehen dabei im Mittelpunkt. Die Angabe von Hobbies sollte schmückendes Beiwerk sein und Ihr Persönlichkeitsbild lediglich abrunden.
Dies war nun der letzte Artikel unserer vierteiligen Serie zum Thema Hobby und Beruf. Da dieses Thema so unglaublich umfangreich ist, konnten wir natürlich jeweils nur einen kleinen Aspekt beleuchten. Nichts desto trotz hoffen wir, dass Ihnen diese Artikel eine Quelle der Information und Inspiration sein konnten. Abschließend bleibt uns nicht mehr zu sagen, als Ihnen, liebe Leser Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und viel Erfolg für Ihre persönliche, berufliche Zukunft zu wünschen.
 
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Weitere Artikel aus dieser Serie:

  • Serie Hobby und Beruf – Wie wirkt sich ein Ehrenamt auf die Karriere aus? (Teil 3)
  • Serie Hobby und Beruf – Wie nutze ich mein Hobby für den Beruf? (Teil 2)
  • Serie Hobby und Beruf – Das Hobby zum Beruf machen (Teil 1)

Bild: zeitconcept

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