(Un-)Wahrheiten in der Zeitarbeit – Wenn Zeitarbeit verboten wäre, dann wäre alles besser!
(Un-)Wahrheiten in der Zeitarbeit – Wenn Zeitarbeit verboten wäre, dann wäre alles besser!

  • Als erstes würden 908.000 Menschen (Stand Juni 2012 *Quelle), die über Zeitarbeit beschäftigt sind, ihre Arbeit verlieren. Einige würden davon wahrscheinlich noch in ein Arbeitsverhältnis bei den Kunden übernommen werden. Nach aktuellen Berechnungen sind das gerade mal 30 %. Hinzu kommen noch die Angestellten, die direkt bei den Zeitarbeitsfirmen angestellt sind.
  • Durch die vielen Arbeitslosen steigen auch die Kosten des Staates für Arbeitslosengeld und später Hartz IV. Dafür müssen die Steuerzahler aufkommen.
  • Auch die Aufwendungen für Eingliederungs- und Umschulungsmaßnahmen steigen, da die zusätzlichen Arbeitslosen vermittelt werden müssen.
  • Arbeitnehmer, die sich selbst schwer am Arbeitsmarkt verkaufen können, tun sich hart eine Arbeit finden, auch wenn Sie ausreichend qualifiziert sind. Die Agentur für Arbeit hat zu wenige Mittel, um eine intensive Betreuung der Arbeitslosen zu gewähren.
  • Die Motivation der ehemaligen Zeitarbeiter sinkt, sowie fehlt ein geregelter Arbeitsablauf. Die Jobchancen verschlechtern sich dadurch weiter.
  • Das Problem, dass qualifizierte Mitarbeiter zu guten Unternehmen finden, wird weiterhin bestehen bleiben. Fachkräfte werden noch schwerer und kostspieliger für Unternehmen zu bekommen sein.
  • Ohne Personal werden die Firmen Aufträge verlieren und sich besonders am internationalen Markt schwerer behaupten können.
  • Durch den starken Kündigungsschutz in Deutschland, den daraus resultierenden Ablösezahlungen und den generellen hohen Lohnkosten, sinkt die Einstellwilligkeit bei den Unternehmen, da das Risiko zu hoch ist. Firmen werden Ihre Produktion ins Ausland verlegen, wo sie auf Grund der in Deutschland besonders starren Arbeitsgesetze günstiger produzieren können.
  • Besonders Arbeitsplätze mit geringer Qualifikation gehen in Deutschland verloren und werden nach Osteuropa oder Asien verlagert. Dies würde vor allem Menschen mit Migrationshintergrund oder ohne qualifizierte Berufsausbildung treffen.
  • Die Sozialstandards im Niedriglohnbereich würden drastisch sinken. Nur in der Zeitarbeit gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn und einen attraktiven Tarifvertrag mit dem DGB Gewerkschaften, welcher eine gute und faire Bezahlung garantiert.
  • Andere Beschäftigungsformen wie Scheinselbstständigkeit und kriminelle Werksverträge nehmen rapide zu und diese Arbeitsverhältnisse werden nicht mehr über das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz geregelt.

 
Fazit: Zeitarbeit ist ein wichtiger Wirtschafts- und Jobmotor. Ohne Zeitarbeit würde es unserer Wirtschaft nicht so gut gehen. Für Unternehmen ist Zeitarbeit wichtig, um Auftragsspitzen abzufangen und gutes Personal zu bekommen. Zeitarbeiter haben die Möglichkeit wieder zu Arbeit zu gelangen, Berufserfahrung zu sammeln und ihre Jobmöglichkeiten zu verbessern.
Wie sehen Sie die Entwicklung? Was würde sich Ihrer Meinung nach verändern?
 
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Bild: zeitconcept

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