Freunde in der Arbeit  - Gut oder Schlecht?
Freunde in der Arbeit – Gut oder Schlecht?

Wir sind eine mittelständische Firma mitGeschäftsstellen von 3 bis 5 Frauen und Männern. Da bleibt es nicht aus, dass man sich besser kennen lernt, mal zusammen anpackt und sich unterstützt. In großen Unternehmen verläuft sich so etwas eher. Bei uns ist der Zusammenhalt unglaublich wichtig. Da kann es schon mal passieren, dass eine Teamarbeit sich zu einer Freundschaft entwickelt. Jetzt stellt sich uns die Frage: Ist eine Freundschaft gut für das Arbeitsklima oder soll man besser die Notbremse ziehen? Das wollen wir herausfinden:
Nach einer Umfrage des Marktforschungsinstituts BVA für die Personalberatung Rundstedt HR Partners trifft jeder Dritte (39 Prozent) Kollegen auch in der Freizeit (Quelle:welt.de)
Diese Zahl ist sehr groß und birgt einige Vorteile nicht nur für Arbeitnehmer. Kollegen, die eine freundschaftliche Beziehung führen, sind motivierter und kommen gerne frühmorgens in die Arbeit oder bleiben lieber mal länger da. Durch eine bessere Teamarbeit steigt die Produktivität und man erhält eine größere Unterstützung. Freunde können einen auch mal auffangen und trösten, wenn es mal Probleme gibt.
Ausflüge, Lauftreffs oder andere Aktivitäten werden von Firmen gezielt angeboten, um genau dies zu fördern. Bei T-Online konnten wirin einem Artikel von einem Unternehmen lesen, dass seine Mitarbeiter vor dem ersten Arbeitsbeginn schon mit den Kollegen richtig bekannt gemacht hat. Hier sind Freundschaften deutlich erwünscht.
Aber wie es so ist, hat alles zwei Seiten. Es wird dann zum Problem, wenn zwei befreundete Kollegen sich von den anderen abschotten und wichtige Informationen für sich behalten. Dann leidet das Betriebsklima. Andere Mitarbeiter fühlen sich ausgeschlossen und erhalten notwendige Neuigkeiten nicht. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass der Job durch stundenlanges Tratschen leidet. Auch wird es problematisch, wenn bei gewissen Themen, die der Verschwiegenheit unterliegen, dem Kumpel weitergegeben werden, obwohl dieser es nicht erfahren soll.
Es ist daher wichtig, dass man sich seiner Rollen als Kollege und als Freund bewusst wird. Überschneidungen helfen im Berufsleben, wie wir erfahren haben, aber es gibt Grenzen, die nicht überschritten werden sollten. Manchmal hilft hier auch ein klärendes Gespräch mit dem befreundeten Kollegen, um Missverständnisse zu vermeiden.
Um sich hier leichter zu Recht zu finden, ein paar Tipps und No-Gos, die Sie beachten sollten.
Von folgenden Themen sollten Sie lieber die Finger lassen:

  • Alles, was mit Geld, einschließlich Lohn- und Gehaltsaspekten zu tun hat,
  • sexuelle Vorgeschichten,
  • Krankheiten oder gesundheitliche Beschwerden und
  • Details zu Ihren Leistungen oder Ihren Beurteilungen im Job.

Unsere Tipps:

  • Auch mal mit anderen Mittagessen gehen,
  • offen sein und Infos nicht bunkern,
  • Probleme ansprechen z. B. die Beförderung des Freundes und
  • Freundschaften auch außerhalb der Arbeit pflegen.

Bei allen gut gemeinten Ratschlägen denken Sie daran, jede Beziehung, ob freundschaftlich und/oder kollegial ist anders und Sie sollten unseren Artikel nicht als Patenrezept verstehen. Nicht jeder Streit ist gleich auf eine problematische Freundschaft zurückzuführen. Gehen Sie mit Fingerspitzen an das Thema heran, aber ohne Angst. Bedenken Sie, dass wir die meiste Zeit unseres Lebens in der Arbeit verbringen und wir uns dort auch wohl fühlen sollten.
Wie stehen Sie zu dem Thema? Wir freuen uns auf Ihre Meinung.
 
 
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Bild: © Yuri Arcurs – Fotolia.com

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