Zeitarbeit – Wie funktioniert’s?

Wenn Sie bisher noch nicht in der Zeitarbeit gearbeitet haben, konnten Sie bisher auch noch keine eigenen Erfahrungen in der Branche sammeln und haben daher nur die Negativschlagzeilen aus der Presse im Kopf. Wenn Sie nun auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung auf diversen Jobbörsen immer wieder auf Stellen, die über Zeitarbeit vergeben werden, stoßen, wie reagieren Sie da? Scrollen Sie schnell weiter und denken Sie sich „böse Zeitarbeit, da will ich nicht hin!“?
Damit Sie in Zukunft bei Zeitarbeitsstellen wissen, wie die Zeitarbeitsbranche tickt und welche damit verbundenen Chancen und Möglichkeiten Ihnen die Zeitarbeit bieten kann, machen Sie sich doch im Folgenden einfach selbst ein Bild unserer Branche:
Dem System der Zeitarbeit liegt ein Dreiecksverhältnis zu Grunde. Wie der Name schon sagt, gibt es in der Zeitarbeit also immer drei Parteien. Eine davon ist das Zeitarbeitsunternehmen – also beispielsweise wir, zeitconcept GmbH Personaldienstleistungen – die zweite Partei ist unser Kunde – der Einsatzbetrieb, auch „Entleiher“ genannt – und die dritte Partei wären Sie, unser Mitarbeiter.
Damit es zwischen diesen Parteien in der Zeitarbeit nun zu einem Dreiecksverhältnis kommt, fehlen noch Verträge. Grundlage dieser Verträge sind natürlich in Deutschland geltende rechtliche Bestimmungen für die Zeitarbeit, wie beispielsweise das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Auf Grundlage dieses Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes kommt das Dreiecksverhältnis zwischen Zeitarbeitsunternehmen, Kunde und Zeitarbeitnehmer nun wie folgt zu Stande:

    • Arbeitsvertrag zwischen Leiharbeitnehmer und Zeitarbeitsunternehmen: Der Arbeitsvertrag begründet in der Zeitarbeit das Beschäftigungsverhältnis des Mitarbeiters – auch Leiharbeitnehmer genannt – und seines Arbeitsgebers, des Zeitarbeitsunternehmens. Das Zeitarbeitsunternehmen ist es auch, dass seinem Mitarbeiter Lohn bzw. Gehalt zahlt.

 

  • Arbeitnehmerüberlassungsvertrag zwischen Zeitarbeitsunternehmen und Kunde („Entleiher“): Dieser Vertrag bietet die Grundlage für den Einsatz des Leiharbeitnehmers beim „Entleiher“. Dieser regelt beispielsweise die Arbeitszeit, Anzahl der Urlaubstage und den Stundenlohn des Leiharbeitnehmers.

 

 

  • Erbringung der Arbeitsleistung durch den Zeitarbeitnehmer beim „Entleiher“: Die dritte Komponente in diesem Dreiecksverhältnis bildet die Erbringung der Arbeitsleistung durch den Mitarbeiter (Leiharbeits- / Zeitarbeitsnehmer). Genau dieser Punkt bildet die Besonderheit der Zeitarbeit, in unserer Branche ist der Mitarbeiter nicht bei seinem Arbeitgeber, sondern bei dessen Kunden im Einsatz. Somit verrichtet der Leiharbeitnehmer seine tägliche Arbeitszeit im Unternehmen des „Entleihers“.

 

 

Arbeitnehmerüberlassungsgesetz

Die Grundlage für dieses Dreiecksverhältnis und jeglichem Handeln in der Zeitarbeit bildet das wichtigste Gesetz für unsere Branche: Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz – kurz AÜV.
Dieses Gesetzt legt aber nicht nur die „Spielregeln“ fest, an die sich Zeitarbeitsunternehmen, Zeitarbeitnehmer und Entleiher halten müssen, es bildet eine Art „Schutzschild“ für alle in der Zeitarbeit beschäftigten Arbeitnehmer. In unserer Branche unterliegen die Mitarbeiter einem weitaus besseren rechtlichen Schutz als gemeinhin angenommen wird.
Wie dieser Schutz genau aussieht, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Text: zeitconcept

Pin It on Pinterest

Share This